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Know How – Zwerggarnelen Oxydatoren2018-02-25T16:15:31+00:00
Dwarf Shrimp Know How - Oxydatoren im Zwerggarnelenaquarium

Was sind Oxydatoren?

Ein Oxydator sorgt mit Hilfe der H2O2 Lösung (Wasserstoffperoxyd), des Katalysator Steins und des Keramik Topfes zu für eine Sauerstoffanreicherung im Aquarium. Durch die Funktion des Oxydators und die damit verbundene Entstehung von radikalem Sauerstoff, sorgt dieser für eine Verringerung der Keimdichte. Hierbei ist der Oxydator nicht in der Lage etwa im Bodengrund Fäulnisse zu verhindern, er kann nur das unmittelbare Medium Wasser beeinflussen, da die Dauer der Existenz von Sauerstoffradikalen viel zu kurz ist um diesen oder andere Gegenstände zu erreichen. Hier wird das eingefüllte H2O2 aufgespalten in H2O (Wasser) und O (Sauerstoff). Um es noch deutlich zu machen hier mal eine Auflistung der Reaktionen in zeitlicher Abfolge:

  • Der Katalysator Stein ermöglicht eine Reaktion mit dem locker gebundenen O Atom des H2O2 und löst leichten Druck im Behälter aus der dafür sorgt das die Flüssigkeit aus dem dafür vorgesehenem Loch des Glasbehälters austreten kann.

  • Die Flüssigkeit die hierdurch austritt und den Weg durch den Keramikbehälter findet, wird hier nun versenkt und aufgespalten in Wasser und reinem Sauerstoff (Sauerstoff Radikale mit der chemischen Formel= O).

  • Diese Sauerstoff Radikale reagieren nun entweder mit sich selber, oder auch mit anderen Stoffen. Erst hier entsteht der im Aquarium wirksame Sauerstoff.

Söchting Oxydator Mini - Dwarf Shrimp - Know How

Söchting Oxydator Mini

Zwerggarnelen zusammen setzen

Zwerggarnelen Halter, die Garnelen nachkaufen und zu einem bestehendem Stamm dazu setzen unterstützt der Oxydator dabei, Problemen vorzubeugen oder zu verhindern. Beim Mischen verschiedener Stämme kann es vorkommen, dass die Bakterienstämme so unterschiedlich ist, das die Tiere und deren Immunsystem Probleme haben diese zu verarbeiten. Erfahrungsgemäß kann dies sowohl auftreten beim Zusetzen fremder Stämme von anderen Haltern, als auch beim Umsetzen in der eigenen Anlage. Auch wenn die Warscheinlichkeit hierfür sehr gering ist, kommt es immer wieder vor. Wir sprechen dann von einer bakteriellen Unverträglichkeit. Der Oxydator kann hier, durch die Verringerung der Keimdichte, dafür sorgen das das Immunsystem der Zwerggarnelen weniger mit Keimen beschäftigt ist und somit den fremden Bakterien mehr Aufmerksamkeit schenken kann.

Oxydatoren im Zwerggarnelen Aquarium

Der Oxydator auf dem Prüfstand

Um mit Spekulationen aufzuräumen arbeiten wir mit Fakten aus einem in 2004 nachgewiesenem Experiment zu diesem Thema wo Oxydatoren, oder vielmehr dessen Inhaltsstoff in Hinsicht auf die Keimdichte untersucht und nachweislich getestet worden ist.

Aus dem “Diskus-Brief” von Dr. Peter Scholl und Frank Tinnes zu der Problematik der Keimzahlverringerung im Diskus-Wasser aus dem Jahre 2004. Ausgehend von der Tatsache, dass die Keimdichte im freien Wasser des Amazonas-Beckens so etwa 30 – 100 KBE/ml beträgt, haben sich die Autoren mit der Frage befasst, wie die hohen Keimzahlen in Aquarien, in deren Folge die Fische erst Unwohlsein zeigen und anschließend krank werden, verringert werden kann.

Zu diesem Zweck haben sie 150 Liter Wechselwasser in 5 Proben a 30 Liter aufgeteilt und mit folgenden Mitteln versetzt:

  • Eine unbehandelte Probe zur Vergleichsbestimmung

  • Eine Probe wurde mit einem Mittel versetzt, welches sich aus dem Englischen wohl treffend mit “Einfaches/Schönes Leben” übersetzen lässt.

  • Eine Probe wurde mit einem Humin-Präparat versetzt

  • Eine Probe wurde mit UV-Licht bestrahlt (10 Watt)

  • Einer Probe wurde Wasserstoffperoxid (H2O2) 30% zugesetzt

Die Keimdichte der Kontrollprobe wurde sofort nach dem Wasserwechsel, nach weiteren 3 und nach 48 Stunden auf KBE untersucht, die anderen Proben jeweils nach 3 und nach 48 Stunden. Die Referenzgröße war die Zahl der Kolonie bildenen Einheiten pro Milliliter Wasser (KBE/ml).

Nachfolgend die Ergebnisse, die nur auf den ersten Blick überraschen:

Die Keimdichte in der unbehandelten Probe direkt nach Entnahme betrug 85.ooo KBE, nach 3 Stunden 126.ooo KBE und nach 48 Stunden noch 6o.ooo KBE. Diese Abnahme wird mit dem mangelnden Nahrungsangebot für die Menge Bakterien erklärt. Die Keimdichte in der mit “Einfaches Leben” versetzten Probe sank nach 3 und 48 Stunden auf etwa die Hälfte des jeweiligen Wertes der unbehandelten Probe, also auf 6o.ooo KBE (3 Stunden) und 3o.ooo (48 Stunden). Nachdosierung wäre erforderlich gewesen. Die Humin-Zugabe führte nach 3 Stunden zu einer deutlichen Verringerung der Keimdichte auf rd. 18.ooo KBE, nach 48 Stunden ließ die Wirkung allerdings deutlich nach und erreichte einen Wert von 45.ooo KBE im Vergleich zu der “unbehandelten” Probe mit 6o.ooo KBE. Dort wäre ebenfalls Nachdosierung erforderlich gewesen. Die UV-Bestrahlung senkte die Keimdichte nach 3 Stunden auf etwa 6.ooo KBE und hielt diese KBE auch nach 48 Stunden. Die mit Wasserstoffperoxid versetzte Probe hatte nach 3 Stunden eine KBE von 2.ooo KBE, nach 48 Stunden stieg die KBE auf 5.ooo KBE an.

Die o.a. Untersuchung ist ohne Sinnentstellung stark verkürzt wiedergegeben, der Originaltext ist deutlich länger, auch ist die wahre Keimdichte deutlich höher, weil bei der KBE nur die aeroben, koloniebildenden Bakterienarten erfasst werden. Die Bestimmung der Keimdichte erfolgte auf bebrüteten Nährböden.

Zwerggarnelenhaltung im Sommer

Der Sommer ist die schönste Zeit, aber auch die Zeit für jährlich widerkehrende Posts in sozialen Netzwerken und Foren, die inhaltlich immer das gleiche aussagen: “Hilfe meine Zwerggarnelen sterben, Temperatur XX°C”. Solche und andere Aussagen zieren den ganzen Sommer immer wieder die Szenerie. Hierzu muss folgendes dazu erklärt werden: genauso wie Weihachten jedes Jahr überraschend am 24.12 ist, steigen im Sommer die Temperaturen. Kleinere Aquarien heizen sich grundsätzlich schneller auf als größere Becken. Also werden die Halter von Zwerggarnelen oft als erstes mit dieser Tatsache konfrontiert.

Entsprechende Gegenmaßnahmen können frühzeitig getroffen werden, trifft man sie nicht, kann man sich mittels Oxydator zumindest etwas Zeit erkaufen. Hierzu muss folgendes erklärt werden: Hohe Temperaturen sind zwar auf Dauer nicht gesund für Zwerggarnelen, dennoch ist die Temperatur nicht das größte Problem in diesen Hitzeperioden. Die hohen Temperaturen sorgen zunehmend für sauerstoffarmes Wasser. Dieser fehlende Sauerstoff ist einer der Hauptgründe warum unsere Zöglinge dann innerhalb kürzester Zeit sterben.Ein weiterer, versteckter Grund für das Sterben von Zwerggarnelen, ist die in dem Zusammenhang steigende Keimdichte, die auf die höhere Bakterienvermehrung bei hohen Temperaturen zurück zu führen ist. Der Oxydator kann also hier die fehlenden Stunden, bis man von der Arbeit nach Hause kommt, liefern um dann Maßnahmen zu ergreifen. Er sorgt dafür, das der fehlende Sauerstoff erzeugt wird.

Zwerggarnelen Aquarium mit oder ohne Oxydator?

Wir haben euch hier versucht die häufigsten Probleme bei der Zwerggarnelen Haltung darzustellen, die in Verbindung mit einer sinnvollen Nutzung eines Oxydators stehen. Dass die Nutzung durchaus nicht sinnfrei ist, konnten wir euch hoffentlich näherbringen. Ob man die Vorteile nun für sich nutzt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Ein Muss ist die Nutzung definitiv nicht, aber wer sich unsicher ist kann ihn ruhigen Gewissens ins Becken stellen.

Euer Dwarf Shrimp Team

Der Nutzen für Zwerggarnelen

Wir alle kennen das Problem der Keimdichte im Aquarium. Je bevölkerter das Becken ist und oder je mehr Futterreste im Boden und zwischen den Pflanzen verschwinden oder abgestorbene Pflanzenreste vergammeln, desto höher ist die Keimdichte im Becken. Nun versuchen wir mit diversen Mittelchen und Technik diesem natürlichen Lauf der Dinge entgegenzuwirken. Genau hier hilft der oben erwähnte radikale Sauerstoff, er verbindet sich mit organischen Stoffen und wandelt sich so zu Sauerstoff. Diese Stoffe sind nach der Reaktion neutralisiert und belasten das Wasser somit nicht mehr.

Ein deutliches Urteil

Eine wirksame Verminderung der Keimdichte ist nicht mit im Fachhandel käuflichen Mittelchen auf “biologischer” Basis erreichbar, sondern nur mit Technik (UV-Lampe) oder mit Chemie (Wasserstoffsuperoxid). So viel zum wissenschaftlichen Teil. Auch wenn die Untersuchung nicht für Zwerggarnelen gemacht wurde, so ist die Untersuchung, so wie das Ergebnis allgemein gültig und auch für unsere Zwecke zu übertragen.

Oxydatoren für Zwerggarnelen ein MUSS?

Ein ganz klares nein! Auch wenn die Wirkung des Oxydators nicht bestritten werden kann ist der Einsatz nicht zwingend nötig. Vorausgesetzt ein Halter unserer Zwerggarnelen oder auch jeder andere Aquarianer hat sein Becken im Griff, wird er auch nie einen brauchen. Hierzu gehört ein regelmäßiger Wasserwechsel, genauso wie ein gezieltes Füttern dazu. Speziell für Zwerggarnelen Aquarien, die in der Regel Becken zwischen 20-54 Liter einschließen gibt es dennoch Situationen wo ein Oxydator durchaus Sinn macht. Diese wollen hier einmal etwas näher betrachten.

Defekte Filter / defekte Membranpumpen im Nanoaquarium

Ein defekter Filter in einem Zwerggarnelen Aquarium ist in vielerlei Hinsicht schlecht. Nicht nur das die Filterung an sich eingestellt wird, es kommt darüber hinaus zum Stillstand der Wasseroberfläche. Das bewirkt, das der so wichtige Gasaustausch nur noch im geringen Maße möglich ist. Das Resultat ist auch hier zum einen ein Absinken des Sauerstoffgehalts und durch die absterbenden Filterbakterien ein Ansteigen der Keimdichte. Der Oxidator gleicht auch hier den fehlenden Sauerstoff aus, der radikale Sauerstoff senkt die Keimdichte und es kann dem Aquarianer damit etwas Zeit zum Reagieren erkauft werden.

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